Mit sechs Siegen aus sechs Spielen hat sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit weißer Weste für die EHF EURO 2020 in Schweden, Norwegen und Österreich qualifiziert.


Damit war die Auswahl des Deutschen Handballbundes der Überflieger unter den 32 Qualifikationsteilnehmern.

Die meisten Punkte, die beste Tordifferenz, die wenigsten Gegentore und die drittmeisten Treffer - mehr als die deutsche Mannschaft in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 erreicht hat, geht nicht. Als einziges Team kam die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop mit dem Optimum von zwölf Punkten ins Ziel. Neben Deutschland waren am Ende und nach insgesamt 96 Spielen nur Kroatien und Ungarn mit je fünf Siegen und je einem Remis ungeschlagen.

Mit nur 119 Gegentreffern (weniger als 20 pro Partie) stellte die deutsche Mannschaft die mit Abstand beste Defensive der 32 Qualifikanten. Im Angriff waren nur Frankreich (204) und Dänemark (197) treffsicherer als die DHB-Auswahl, die 190 Tore erzielten. Dank der herausragenden Abwehr stand am Ende aber die mit Abstand beste Tordifferenz von +71 Treffern vor Frankreich (+57).

Neben den direkt qualifizierten Gastgebern aus Schweden, Norwegen und Österreich sowie Titelverteidiger Spanien stehen nun auch die 20 Mannschaften fest, die sich in der Qualifikation für die erste EHF EURO mit 24 Teilnehmern durchsetzen.

Gruppensieger wurden Deutschland, Kroatien, Nordmazedonien, Slowenien, Tschechien, Frankreich, Ungarn und Dänemark.

Als Zweiter aus der deutschen Gruppe hat sich Polen dank des 26:23-Erfolgs gegen Israel für die Europameisterschaft qualifiziert. Daneben wurden folgende Mannschaften Gruppenzweiter: die beiden EM-Debütanten aus Lettland, Schweiz (erstmals nach 2006 wieder), Island, Weißrussland, Portugal, Russland und Montenegro.

Die vier besten Dritten, die ihr Ticket zur EHF EURO buchten, waren die EM-Debütanten aus den Niederlanden, Bosnien-Herzegowina, Serbien und die Ukraine.

Die Auslosung der EM-Vorrundengruppen ist am 28. Juni um 18.45 Uhr in Wien. Deutschland ist als Gruppenkopf gesetzt in Gruppe C in Trondheim (Spieltermine 9., 11. und 13. Januar) und zieht im Optimalfall weiter zur Hauptrunde nach Wien. Dort geht es ab 16. Januar weiter gegen die jeweils besten zwei Teams der Gruppen A, die in Graz ausgespielt wird (mit Gruppenkopf Kroatien) sowie der Österreich-Gruppe B. Nur der Gruppensieger und der Zweite ziehen in die Hauptrunde ein, im Gegensatz zum bisherigen Modus mit drei Teams aus jeder Gruppe. Die Hauptrundenspieltage mit deutscher Beteiligung in Wien sind im Falle des Weiterkommens 16., 18., 20. und 22. Januar.

Österreich spielt seine Vorrundenpartien in der Wiener Stadthalle, Norwegen in Gruppe D in der neuen Nidarohalle in Trondheim, Schweden startet im altbekannten Scandinavium in Göteborg. Die zweite Hauptrundengruppe wird in der Malmö Arena in Schweden ausgespielt, dort treten die Teams aus den Gruppen D (Trondheim mit Norwegen), E (Malmö mit Dänemark als Gruppenkopf) und F (Göteborg mit Schweden) an.

Fürs Finalwochenende müssen dann alle Mannschaften umziehen, die Halbfinals am Freitag, 24. Januar, sowie die Spiele um Platz 5 und Platz 3 (beide 25. Januar) und das Finale (26. Januar) sind in der Tele2-Fußballarena in Stockholm mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Plätzen.

Der Sieger, der am 26. Januar die Trophäe nach oben reißt, qualifiziert sich für Olympia 2020 in Tokio, die WM 2021 in Ägypten und die nächste EM 2022, die in Ungarn und der Slowakei ausgetragen wird. Zudem geht es um zwei Tickets für die Olympia-Qualifikationsturniere im April 2019 - für die Teams, die sich ihre Teilnahme nicht schon bei der WM 2019 gesichert hatten.

Deutscher Handballbund

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