Die Handball-Vereine müssen nicht die vollen Anmeldegebühren bezahlen.. ©Peter Heck

Das Präsidium des Südbadischen Handball-Verbandes (SHV) hat sich seit August 2020 mehrfach und intensiv mit der Frage befasst, wie der SHV den Vereinen entgegenkommen kann, um die wirtschaftlichen Effekte aus Corona für die Vereine abzufedern. Das teilt SHV-Präsident Alexander Klinkner in einer Presseerklärung mit.
Für den Verband sind hierbei wichtige Aspekte zu berücksichtigen: Der Haushalt biete Chancen durch pandemiebedingt nicht erfolgte Ausgaben, Berücksichtigung der Verpflichtungen als Arbeitgeber und Eigentümer der Immobilie. Steuerliche Rahmenbedingungen sind ebenso zu beachten.
Und natürlich ist der Verband auch unsicher, welchen Effekt die Pandemie auf die Meldung der Mannschaftszahlen der Vereine hat. Hier liegt die erste Peilung, so heißt es in der Pressemitteilung, aus dem Bezirk Rastatt bei rund minus 10 Prozent.

In seiner Telefonkonferenz am 10. Juni hat sich das Präsidium auf Basis der Analyse zu den vorgenannten Punkten entschieden, den Einzug der zweiten Rate der Mannschaftsmeldegebühr für die Runde 2020/2021 um 50 Prozent zu reduzieren. Nachdem die erste Rate vollumfänglich eingezogen worden ist, ergibt sich eine Reduzierung um 25 Prozent für die Vereine.

„Mit dieser Reduzierung unterstützt der SHV die Vereine bei der wirtschaftlichen Bewältigung der Pandemie. Das Präsidium hat dabei einen ausgewogenen Kompromiss gefunden zwischen den Verpflichtungen und den Möglichkeiten, die wir haben“, so Vize-Präsident Finanzen, Fritz Kokemüller.

Eine zweite Entscheidung des Präsidiums betrifft die Zählweise zu den Spielzeiten, in denen Vereine die Soll-Zahl an Schiedsrichtern nicht erreichen. Auf dem Verbandstag 2019 wurde eine Eskalationslogik beschlossen, die ab der dritten Spielzeit greift. Da die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 pandemiebedingt nicht gewertet werden konnten, beginnt auch die Zählweise der Spielzeiten für die Bewertung der Schiedsrichter-Fehlstellen erst mit der kommenden Spielzeit 2021/2022. Auch diese Änderung werde den Vereinen helfen, den Effekt von Corona auf die Schiedsrichter in den Vereinen zu analysieren und dann weitere Interessierte für das Amt des Schiedsrichters zu gewinnen und ausbilden zu lassen, heißt es in der Mitteilung.

„Diese Entscheidung leitet die Entscheidungen zum Spielbetrieb der beiden letzten Spielzeiten in die Bewertung der Fehlstellen der Schiedsrichter konsequent über. Die Entscheidung ist pragmatisch, und wir hoffen, dass die Vereine die Zeit und die moderne Art der Ausbildung nutzen, um weitere Aktive für die „Pfeife“ gewinnen zu können“, so Vize-Präsident Spieltechnik Ansgar Huck.
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